Datum und Uhrzeit
Ort
Embsen, Lindenstraße
Bericht

Am Samstagmorgen, den 14.03.2026, wurden die Ortsfeuerwehren Embsen und Oerzen um 05:55 Uhr mit dem Stichwort B2 – Gebäude in die Lindenstraße nach Embsen alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Kräfte standen ein PKW sowie Teile der Holzfassade und der Dachüberstand einer Lagerhalle bereits in Flammen.

Aufgrund der schnellen Brandausbreitung wurde das Einsatzstichwort bereits um 06:02 Uhr auf B3 und um 06:07 Uhr schließlich auf B4 erhöht. Dadurch wurden zahlreiche weitere Feuerwehren aus den Samtgemeinden Ilmenau, Gellersen und Ostheide alarmiert. Zusätzlich rückten eine Drehleiter sowie ein Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Lüneburg an. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Lüneburg wurde ebenfalls zur Einsatzstelle entsandt, um die Einsatzkräfte mit einem Rettungswagen abzusichern und übernahm im weiteren Einsatzverlauf die Verpflegung der mehr als 200 eingesetzten Kräfte.

Das ersteintreffende Löschfahrzeug aus Embsen leitete umgehend eine Riegelstellung mit einem B-Rohr ein, um angrenzende Gebäude zu schützen. Diese Maßnahme wurde durch nachrückende Kräfte fortgeführt und ausgebaut. Zeitweise waren ein Wenderohr über die Drehleiter sowie drei B-Rohre und vier C-Rohre im Einsatz.

Der massive Wassereinsatz zeigte Wirkung: Zwei angrenzende Hallen konnten erfolgreich vor den Flammen geschützt werden. Der Brand beschränkte sich zu diesem Zeitpunkt auf eine als Lagerhalle genutzte Tischlerei sowie einen angrenzenden zweigeschossigen Gebäudeteil mit Aufenthaltsräumen der zugehörigen Firma.

Um den hohen Wasserbedarf zu decken, wurden mehrere Hydranten im Umfeld genutzt. Zusätzlich mussten zwei nahegelegene Bohrbrunnen sowie ein Bohrbrunnen mit Tiefpumpe auf dem Gelände der Schule in die Wasserversorgung eingebunden werden. Hierfür wurden längere Schlauchleitungen sowie Verstärkerpumpen aufgebaut. In diesem Zusammenhang kam es zu zeitweisen Beeinträchtigungen im Straßen- und Busverkehr.

Gegen 08:00 Uhr wurde ein Abrissbagger sowie ein Radlader der Firma Lünerecycling zur Einsatzstelle angefordert. Die Fahrer sind ausgebildete Atemschutzgeräteträger und dürfen daher mit ihren Maschinen auch in verrauchten Bereichen arbeiten. Vor Ort wurde das Dach der betroffenen Gebäude teilweise geöffnet, sodass weitere Brandherde über die Drehleiter gezielt abgelöscht werden konnten.

Die Verpflegungskomponente des DRK richtete eine Versorgungsstation für die Einsatzkräfte auf dem Gelände der Firma Landtechnik Stehr ein. Dankenswerterweise konnten dort auch die Sanitäranlagen genutzt werden. Bereits vor dem Aufbau der offiziellen Verpflegung boten zahlreiche Anwohner den Einsatzkräften Snacks und Getränke an – hierfür bedankt sich die Feuerwehr ausdrücklich.

Aufgrund der zeitweise starken Rauchentwicklung wurde eine Bevölkerungswarnung veranlasst. Diese erfolgte sowohl über Warn-Apps als auch über Lautsprecherdurchsagen. Zusätzlich wurde der ABC-Zug des Landkreises Lüneburg alarmiert, um Schadstoffmessungen im Nahbereich durchzuführen.

Eingesetzte Atemschutzgeräteträger wurden zunächst durch die Hygienekomponente des Gerätewagens Logistik aus Deutsch Evern dekontaminiert. Anschließend bestand im Bauhof der Samtgemeinde Ilmenau die Möglichkeit zu duschen und saubere Trainingsanzüge zu erhalten. So konnte eine mögliche Kontaminationsverschleppung verhindert werden.

Um 12:09 Uhr konnte schließlich die Meldung „Feuer unter Kontrolle“ gegeben werden. Im Anschluss begann der schrittweise Rückbau der Einsatzstelle und erste Kräfte konnten aus dem Einsatz entlassen werden.

Die Ortsfeuerwehren Embsen, Oerzen und Kolkhagen führten anschließend noch Nachlöscharbeiten durch, löschten letzte Glutnester ab und bauten Schlauchleitungen zurück. Gleichzeitig wurde die Bevölkerungswarnung aufgehoben.

Um 14:00 Uhr meldete die Einsatzleitung schließlich „Feuer aus“.

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Bericht: Lenny Koch, stellv. SG-PW Feuerwehr SG Ilmenau
Bilder: Pressestelle Feuerwehr SG Ilmenau